Archiv der Kategorie 'Infrastruktur'

Unterstützung gesucht!

Blockade

Wir haben zu der Schlachtfabrik-Blockade viel bestärkende Rückmeldung bekommen und freuen uns, dass die Aktion so viele Menschen erreicht hat!
Besonders wichtig ist uns, dadurch Informationen veröffentlichen und Inhalte transportieren zu können – dass Wiesenhof tagtäglich tausende Hühner mästen und töten lässt, finden wir unerträglich.
MASTANLAGEN WIDERSTAND ist ein Aktionsbündnis, das durch Vernetzung, Öffentlichkeitsarbeit und direkten Widerstand auf die Problematik der Tierhaltung aufmerksam machen will und weitere Tierausbeutung verhindern möchte.

Um die Arbeit von MASTANLAGEN WIDERSTAND leisten zu können, brauchen wir manchmal leider auch finanzielle Mittel – durch die Blockade vor der Wiesenhof Schlachtfabrik in Bogen(Landkreis Straubing-Bogen) sind Kosten entstanden, die noch gedeckt werden müssen. Zusätzlich ist damit zu rechnen, dass die Blockierenden von Repression betroffen sein werden.

Praktische Solidarität wie Spenden an untenstehendes Konto sind für unsere Arbeit manchmal hilfreich und wichtig! Vielen Dank an alle Unterstützer_innen!

Spendenkonto:
„Spenden & Aktionen“
KontoNr. 92881806,
Volksbank Mittelhessen
BLZ 513 900 00
Betreff: ,,MASTANLAGEN WIDERSTAND“ (bitte unbedingt mit angeben!)

Foto: http://visual-rebellion.com/

Aktivist_Innen blockieren Schlachtfabrik in Bogen

Sieben Aktivist/innen und zwei Dutzend Unterstützer/innen des Aktionsbündnisses MASTANLAGEN WIDERSTAND blockieren seit 8:30 Uhr die Zu- und Ausfahrten der Schlachtfabrik in Bogen (Landkreis Straubing-Bogen), um ein Zeichen gegen das tägliche Leiden der Tiere für den Fleischkonsum zu setzen.
Das Aktionsbündnis will den Bau weiterer Mastanlagen und damit Zulieferbetrieben für die Schlachtfabrik direkt verhindern.
Die Schlachtfabrik mit dem Namen „Donauthal Geflügelspezialitäten“ gehört zum größten Geflügelkonzern Deutschlands, Wiesenhof.

blockade

Die Blockade der Schlachtfabrikgegner/innen zielt darauf ab, den Betrieb des Unternehmens vor Ort zu stören und aufzuhalten – …(Anzahl) der Aktivist_innen sind an jeweils zwei Eingangstoren an Betonfässer gekettet und können sich nach eigenen Angaben nicht selbst befreien. Eine weitere Aktivistin befindet sich in mehreren Metern Höhe auf einem Tripod – einem Metalldreibein – direkt vor dem Hauptzufahrtstor der Schlachtfabrik und hat angegeben, dort nicht mehr freiwillig herunter zu kommen, um gegen das Leid und den Tod der Tiere zu protestieren.
,,Nicht nur den Umstand, dass hier tagtäglich eine Unzahl von Lebewesen getötet wird, finde ich problematisch – die Schlachtfabrik stellt gleichzeitig eine ökologische und soziale Katastrophe dar“, kommentiert eine beteiligte Aktivistin die Situation.

Die Schlachtfabrik in Bogen spielt für den Konzern Wiesenhof eine nicht gerade unbedeutende Rolle.
Erst kürzlich ist sie erweitert worden, hat damit die Infrastruktur für intensivste industrielle Tierhaltung in Süddeutschland geschaffen – und ist dabei gänzlich der allgemeinen Aufmerksamkeit der Medien entkommen.
Die Schlachtfabrik ist zusätzlich eines der zentralen Unternehmensgebäude des Konzerns – in Bayern wird dort für den gesamten Geflügelsektor getötet: Etwa 250.000 Tiere können dort inzwischen täglich zu „Fleisch“ verarbeitet werden. 120 Mastanlagen und zusätzlich etwa 28 sogenannte „Privathof-Betriebe“ beliefern die Schlachterei mit lebenden Tieren, um die Kapazität aufrecht zu erhalten und möglichst viel Gewinn zu erwirtschaften. Mit der Erweiterung wurden mehr als 20 neue Mastanlagen in der Umgebung gebaut. Zusätzlich müssen zur vollendeten Leistung der Fabrik mehr Mäster/innen unter Vertrag genommen werden, die für Wiesenhof in neu entstehenden Mastanlagen massenhaft Hühner mästen.

In ganz Deutschland sollen in Zukunft über 800 Hühnermastanlagen gebaut werden oder befinden sich bereits im Bau. Grund dafür ist auch, dass eine wirtschaftliche Verdrängung anderer Unternehmen stattfindet und Wiesenhof seinen Status als führender Geflügelkonzern aufrecht erhalten will. Weil Tiere, Menschen und Umwelt in diesem Markt-gesteuerten System keinen Platz haben, wird auch keine Rücksicht auf das Leben von Individuen und deren Bedürfnisse genommen.
Das Ziel Wiesenhofs, möglichst viele Tiere innerhalb kürzester Zeit im Akkord zu schlachten, ist ein Kritikpunkt der Blockierenden. Im Schnitt werden in einer Mastanlage 40.000 Hühner innerhalb von 40 Tagen unter unwürdigen Bedingungen gemästet, dann zur Schlachtfabrik transportiert, um dort für Menschen konsumierbar gemacht zu werden.

Gleichzeitig wird immer wieder versucht, Tierhaltung mit Tierschutzrichtlinien, Tierschutzlabeln oder professionellen Marketingstrukturen zu legitimieren und zu beschönigen. Die vielen Skandale um Wiesenhof innerhalb der letzten zwei Jahre zeigen dagegen, dass Tierquälerei an der Tagesordnung ist und Tierhaltung an sich Lebewesen zu Objekten, zu Ware, degradiert. Weitere Auswirkungen der Tierhaltung, wie Klimawandel, Belastung der Umwelt vor Ort und die Ausbeutung der Arbeitskräfte in Schlachtbetrieben, sind ebenso in höchstem Maße problematisch.

Die Aktivist/innen haben die Aktionsform der Blockade gewählt, um direkten Widerstand zu leisten. Das Vorgehen Wiesenhofs, immer neue Mastanlagen bauen zu lassen, beziehungsweise neue Zulieferbetriebe anzuwerben, wollen die Widerständigen nicht länger hinnehmen.Das Aktionsbündnis MASTANLAGEN WIDERSTAND ist durch die Idee entstanden, Mastanlagengegner/innen und Aktive gegen industrielle Tierhaltung zu vernetzen, sich an Information und Material auszutauschen und sich im Widerstand gegen den Bau von Mastanlagen oder bereits bestehenden Tierfabriken zu unterstützen.

Innerhalb der letzten zwei Jahre ist es dem größten Geflügelkonzern Deutschlands trotz massiver Kritik immer wieder gelungen, sein Handeln in gutes Licht zu rücken und sein beschädigtes Image aufzubessern.
Ein Aktivist von MASTANLAGEN WIDERSTAND erklärt, warum die Blockade notwendig ist: „Es reicht nicht, darüber zu diskutieren, ob es den Tieren in Hühnermastanlagen ein bisschen besser gehen soll. Jeden Tag werden mehr und mehr Hühner gequält und getötet, Massentierhaltung ist und bleibt unverantwortlich!
Der Betrieb muss gestoppt werden!“

Neue Mastanlagen-Karte ist jetzt online!

Eine unserer Ziele bei MASTANLAGEN WIDERSTAND ist es, Informationen zu Mastanlagen zu streuen, um möglichst vielen Menschen den Zugang dazu zu erleichtern und aktiv werden zu können!

Unserer Karte, die wir stets aktualisiert, möglichst genau und informativ halten wollen, zeigt hauptsächlich Hühnermastanlagen in Süddeutschland, die sich im Genehmigungsverfahren befinden, gebaut werden sollen oder bereits existieren.

Karte

Ihr findet sie unter dem Menüpunkt „Mastanlagen“.

Leider haben wir bisher nicht alle Informationen bekommen, die wir für eine vollständige Recherchekarte bräuchten. Wenn du also Mastanlagen in deiner Umgebung kennst oder Zugang zu Informationen hast, freuen wir uns über deine Unterstützung. Schreibe uns an mastanlagenwiderstand@riseup.net!

3.MASTANLAGEN WIDERSTAND-Treffen: Motivation und neue Projekte

Vom 30.11 bis zum 02.12.12 fand in Erlangen das 3. Treffen des
Aktionsbündnisses MASTANLAGEN WIDERSTAND statt.
In netter Runde wurden die aktuellen Ereignisse rund um den Konzern Wiesenhof
zusammengefasst, Ergebnisse der bisherigen Arbeit besprochen
und vor allem – neue Projekte geplant.
Der nagelneue MASTANLAGEN WIDERSTAND – Sticker und der bald erscheinende,
ausführliche Infoflyer sollen das Bündnis bekannter machen und motivieren,
sich anzuschließen.
Um auf dem neuesten Stand zu bleiben, wann Aktionen geplant sind, reicht ein
Blick auf unsere aktualisierte Website(www.mastanlagenwiderstand.blogsport.de)
oder eine Eintragung in unseren Info-Verteiler.
Außerdem ist das Bündnis inzwischen auch auf Facebook vertreten.
Diese und noch weitere Projekte konnten schon vor dem Treffen realisiert werden.
In Zukunft werden wir eine genauere und vor allem übersichtlichere Standortkarte ins Netz stellen,
die bestehende und geplante Hühnermastanlagen zeigt.
Dadurch kann jede Gruppe und Einzelperson Aktionsziele in nächster Umgebung finden.
Auch der Ansatz, Projekte zu initiieren, statt ausschließlich eigene lokale Aktionen zu planen
wurde auf unserem Treffen nochmals bestätigt. In der nächsten Zeit kann mit
spannenden Projekten gerechnet werden (Aktionstage, Fotoausstellungen, …)!

Hast du noch Fragen, willst dich aktiv einbringen oder hast gute Ideen?
Dann melde dich bei uns:

mastanlagenwiderstand@riseup.net

Projektbeschreibung des MASTANLAGEN WIDERSTAND

..die detaillierte Projektbeschreibung des MASTANLAGEN WIDERSTAND wurde in den letzten Tagen fertiggestellt.
Sie soll und will Euch helfen, mehr über das Projekt und Aktionsbündnis MASTANLAGEN WIDERSTAND zu erfahren.

Und hier ist sie:

Projektbeschreibung – Versuch eines Selbstverständnisses

Das Aktionsbündnis gegen Wiesenhof MASTANLAGEN WIDERSTAND stellt einen Zusammenschluss aus verschiedenen Gruppen, Einzelpersonen und Aktivist_innen dar.

Es soll eine Plattform bieten, sich über das Thema und die Problematik von Hühnermastanlagen auszutauschen, zu vernetzen und zu informieren.

Die Intention und die Ziele des Bündnisses sind zum einen, Transparenz über die Standorte und Betreiber_innen, Größen und Haltungsbedingungen im Speziellen und im Allgemeinen, sowie die
kurz- und langfristigen Auswirkungen und Folgen der Mastanlagen und Schlachtfabriken zu schaffen.
Neben Basisarbeit wie Recherchen und Standortkarte, das Zurverfügungstellen von Infomaterial,
einer mobilen Fotoausstellung, regelmäßigen Vernetzungstreffen, Nutzen von Medien (Website, Facebook, Mailingliste, Newsletter) bilden auch Aktionen und breite Öffentlichkeitsarbeit einen wichtigen Schwerpunkt der Bündnisarbeit.
Konkret will das Bündnis Hühnermastanlagen und somit Zulieferbetriebe für
Wiesenhof-Schlachtfabriken verhindern, um effektiv gegen das Ausbeuten und Töten von Tieren, gegen regionale sowie globale Umweltverschmutzung und menschliche Unterdrückung vorgehen zu können.

Um dieses Ziel zu erreichen, hat das Aktionsbündnis aber vor allem initiierenden Charakter – das bedeutet, dass Gruppen, Einzelpersonen und Aktivist_innen nötig sind, die dann Projekte in ihrer Umgebung oder überregional ins Leben rufen und selbst gestalten.
Gleichzeitig hat es sich das Aktionsbündnis gegen Wiesenhof zur Aufgabe gemacht, Widerständige durch Austausch und Vernetzung, sowie Bereitstellen von Informationen solidarisch zu unterstützen.

Dass Wiesenhof als Aufhänger und thematischer Schwerpunkt des Aktionsbündnisses gewählt wurde, hat nicht vorrangig und allein damit zu tun, dass Wiesenhof größter „Geflügel“konzern Deutschlands ist und damit ausgedrückt werden sollte, dass dieser besonders miserabel, katastrophal und rückständig sei.
Gleichzeitig ist es bei Wiesenhof auch nicht besser als anderswo und soll schlussendlich damit innerhalb der Bündnisarbeit symbolisieren, wie Tierhaltung systematisch auch in anderen Unternehmen betrieben wird.

Bisher beschränkt sich die Bündnisarbeit auf den süddeutschen Raum, um kontinuierlich und offen zusammenarbeiten zu können.
Gleichzeitig sollen Unterstützer_innen oder Aktive in anderen Teilen der Welt nicht ausgeschlossen werden, da Mastanlagen nicht nur eine regionale, sondern weltweite Problematik darstellen.

Das Aktionsbündnis hat einen emanzipatorischen Anspruch, weshalb ein rücksichtsvolles Handeln und Denken wichtig ist – was bedeutet, dass innerhalb des Bündnisses versucht wird, Herrschaftsverhältnisse zu hinterfragen und diese abzulehnen.
So gibt es keine_n Chef_in des Aktionsbündnisses und es positioniert sich klar gegen andere Unterdrückungsmechanismen wie Rassismus, Sexismus, Nationalismus.