Archiv der Kategorie 'Widerstand'

FAX-AKTION AN DAS AMTSGERICHT STRAUBING

FAX-AMTSGERICHT

Heute am 24.10.2013 ist es soweit.
Der Prozess gegen die mutmaßlichen Schlachfabrikblockierer_innen findet um 13:30 Uhr im Amtsgericht in Straubing statt.
Vorgeworfen wird ihnen Hausfriedensbruch, Nötigung und vorsätzliche Körperverletzung.

Wir sehen die Vorwürfe als haltlos und im Anbetracht des alltäglichen Mordens Wiesenhofs als planken Hohn an.
Schon ab 11:30 Uhr zeigen wir mit einer Kundgebung vor dem Amtsgericht unsere Solidarität mit den angeklagten Aktivist_innen.

Mit dem Strafverfahren unterstützt das Amtsgericht den Geflügelfleischkonzern Wiesenhof und versucht Menschen durch Repressionen davon abzuhalten sich Ausbeutung in den Weg stellen. Wir fordern die Verantwortlichen im Amtsgericht auf die Anklagen fallen zu lassen!

Untersützt unsere Forderung und damit die Angeklagten und das Aktionsbündnis MASTANLAGEN WIDERSTAND.
Sendet heute am 24.10.2013 das angefügte Fax an das Amtsgericht Straubing an 09421/ 949650.

Angeklagt sind wenige, gemeint sind wir alle!

FAX-AKTION

Am 24.10.2013 stehen vier Menschen vor Gericht, da sie von der Geschäftsführung der Wiesenhofschlachtfabrik angezeigt wurden.

Die Vorwürfe lauten u.a. Hausfriedensbruch und Nötigung. Wiesenhof klagt mit Hilfe der Justiz vier Menschen an und versucht damit Kritiker_innen mit Repressionen einzuschüchtern und damit ruhigzustellen.
Bei den Angeklagten handelt es sich um Menschen, die Kritik üben an einem System von Ausbeutung und Unterdrückung und um Menschen die deine, unsere Solidarität brauchen.
Deswegen lasst uns heute die Geschäftsführung der Wiesenhofschlachtfabrik in Bogen auffordern alle Anzeigen zurückzuziehen.
Sende dazu heute am 23.10.2013 das angefügte Fax an Wiesenhof an (09422) 8520-112 und zeigt Ihnen, dass wir weiterhin unsere Stimme gegen Ausbeutung erheben werden.

Und wenn du kein Faxgerät hast – kein Problem – es kann auch online beispielsweise bei http://www.freepopfax.com/ versendet werden.

Für die Befreiung von Mensch und Tier!

FAX-AKTION

Aufruf zur Solidarität

Die Justiz versucht die Tierausbeutungsindustrie zu schützen -
Prozess gegen mutmaßliche Schlachtfabrikblockierer_innen in Straubing

Öffentliche Verhandlung
am 24.10.2013 um 13.30 Uhr
im Amtsgericht Straubing Saal 229/ II/ 2.OG

Vier angeklagten Tierbefreiungsaktivist_innen wird vorgeworfen, sich an der Blockade der Wiesenhofschlachtfabrik in Bogen bei Straubing am 09.März 2013 beteiligt zu haben, indem sie sich an mehrere Betonfäßer ketteten.
Die Vorwürfe gegen die Aktivist_innen lauten jetzt – sieben Monate später – u.a. „Nötigung“ und „Hausfriedensbruch“.

Besonders auffallend ist hier, dass die mutmaßlichen Blockierer_innen mit dem Vorwurf der Nötigung verurteilt werden sollen: „Wer einen Menschen rechtswidrig mit Gewalt oder durch Drohung mit einem empfindlichen Übel zu einer Handlung, Duldung oder Unterlassung nötigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2)Rechtswidrig ist die Tat, wenn die Anwendung der Gewalt oder die Androhung des Übels zu dem angestrebten Zweck als verwerflich anzusehen ist.“,
so heißt es jedenfalls im Strafgesetzbuch.
Wenn es sich also im Prozess gegen die Tierbefreiungsaktiven um die Frage der Verwerflichkeit drehen soll, wird es sich aber um viel mehr drehen müssen, als um einen Gesetztestext.
Ist es denn verwerflicher, Millionen leidfähige Individuen auf engsten Raum in ihren eigenen Kot einzusperren, sie mit Antibiotika vollzupumpen, weil sie ansonsten die 40-tägige Mast nicht überleben würden, um sie anschließend am Fließband von Menschen, die teilweise nicht mehr als 3 € die Stunde bekommen, töten zu lassen – wie es der Konzern Wiesenhof macht?
Oder ist es verwerflicher, sich dieser Ausbeutungsmaschinerie direkt in den Weg zu stellen?
Eine angeklagte Aktivistin kommentiert die vorherrschende Situation so: „Ich finde dieses System so verquer, in dem das Töten so vieler Tiere an der Tagesordnung ist, als völlig normal und legal akzeptiert wird. Menschen aber, die darauf aufmerksam machen, was da Schreckliches vor sich geht – das Ablaufen solcher ‚Qualapperate‘, wie Schlachtfabriken es sind, – unterbrechen wollen und sich wünschen, solche gäbe es nicht mehr, dagegen mit staatlicher Repression überzogen werden.“

Seid solidarisch mit den angeklagten Tierbefreiungsaktivist_innen, kommt zum Prozess, begleitet ihn kritisch und macht darauf aufmerksam!

Hintergrund:
Am 09. März 2013 blockierten sieben Aktivist_innen und zwei Dutzend Unterstützer_innen des Aktionsbündnisses MASTANLAGEN WIDERSTAND für circa sechs Stunden Wiesenhofs Schlachtfabrik in Bogen (Landkreis Straubing-Bogen). Einige der Tierbefreiungsaktiven blockierten zwei Eingangstore und eine Feuerwehrzufahrt, indem sie sich mit Bügelschlößern an ein Tor ketteten und in Betonfässern festgekettet vor die Einfahrt legten.
Eine weitere Aktivistin erkletterte ein mehrere Meter hohes Tripod – ein Metalldreibein – direkt vor dem Hauptzufahrtstor der Schlachtfabrik.

„In ganz Deutschland sollen in Zukunft über 800 Hühnermastanlagen gebaut werden oder befinden sich bereits im Bau. Damit will Wiesenhof seinen Status als führender Geflügelkonzern aufrecht erhalten und produziert eine wirtschaftliche Verdrängung anderer Unternehmen. Weil Tiere, Menschen und Umwelt in diesem vom Markt gesteuerten System keinen Platz haben, wird keine Rücksicht auf das Leben von Individuen und deren Bedürfnisse genommen.
Einer der Kritikpunkte der Aktion ist Wiesenhofs Handeln, durch das möglichst viele Tiere innerhalb kürzester Zeit im Akkord geschlachtet werden. Im Schnitt werden so in einer Mastanlage 40.000 Hühner innerhalb von 40 Tagen unter unwürdigen Bedingungen gemästet, dann zur Schlachtfabrik transportiert, um dort für Menschen konsumierbar gemacht zu werden.
Gleichzeitig wird immer wieder versucht, Tierhaltung mit Tierschutzrichtlinien, Tierschutzlabeln oder professionellen Marketingstrukturen zu legitimieren und zu beschönigen. Die vielen Skandale um Wiesenhof innerhalb der letzten zwei Jahre zeigen dagegen, dass Tierquälerei an der Tagesordnung ist und jegliche Tierhaltung Lebewesen zu Objekten, zu Produkten, degradiert. Außerdem sind weitere Auswirkungen der Tierhaltung, wie Klimawandel, Belastung der Umwelt vor Ort und die Ausbeutung der Arbeitskräfte in Schlachtbetrieben, ebenso in höchstem Maße problematisch.“,
begründeten die Aktivist_innen in einer Pressemitteilung die Aktion.
Dieser Aktion folgten im Laufe des Sommers noch viele weitere.
So versuchten am 09. Juli rund 30 Aktivist_innen vom „Aktionsbündnis für Tierbefreiung“ die Mega-Schlachtfabrik in Wietze bei Celle zu blockieren. Zudem konnten am 12. Juli mehrere Fleischtransporter vor der Wiesenhofschlachtfabrik in Wietzen/Holte für ca. 7 Stunden blockiert werden. Doch auch weniger spektakuläre Aktionen, wie beispielsweise das Aufhängen von Plakaten und Transparenten in Orten, in denen Mastanlagen gebaut werden sollen, zeigen, dass es kein ruhiges Hinterland für Konzerne wie Wiesenhof gibt.
Bis jeder Käfig leer ist! / Until every cage is empty!

*Wenn du vorhast, den Prozesstermin der vier Angeklagten zu begleiten, aber dein Anreiseweg zu weit ist, organisieren wir Schlafplätze, wenn du uns schnellstmöglichst an mastanlagenwiderstand@riseup.net schreibst!

„Veganes Oktoberfest“ auf dem Marienplatz in München

Bei regnerischem Wetter wurdem am vergangenen Samstag (5. Oktober 2013) knapp 50 Postkarten am Stand von MASTANLAGEN WIDERSTAND auf dem Münchner Marienplatz beschriftet und abgegeben, auf denen Menschen ihren Unmut über neu geplante Mastanlagen bzw. deren Vergrößerung beschrieben. Wer es eilig hatte, schrieb sich nur die Privatadressen der Tierausbeutungsprofiteur_innen auf und nahm die Karten mit nach Hause, um sie selbst auf den Weg zu schicken.
Wir hatten (wie so oft) viele anregende Gespräche, haben vegane Muffins, Kekse und Kuchen unter die Leute gebracht und sind trotz stundenlang nasser Füße alle wohl auf.

veganes oktoberfest mawi stand

Aktuell freuen wir uns übrigens sehr darüber, dass es uns möglich ist, bei Material wie Spezialfarben, Stoffen, Stickern etc. immer auf die vegansten, fairsten und ökologischsten Optionen zurückgreifen zu können.

PS: In der neuen Ausgabe der Tierbefreiung gibt es auf sechs Seiten einen lesenswerten Rückblick auf das Aktionscamp gegen Tierfabriken vom Juli.

„Vegan Summer Day“ in Leipzig

Am vergangenen Samstag (14.9.2013) kamen am Leipziger Augustusplatz hunderte Menschen zusammen, um das erste vegane Straßenfest der Stadt zu feiern: den „Vegan Summer Day“.

Auf einer großen Freiluftbühne wurde dabei ein Show-Programm geboten, das mit seiner bunten Mischung aus Redebeiträgen, Showkochen und Musik keine Langeweile aufkommen ließ.
An den Ständen konnten sich die Besucher_innen über Veganismus, Sport, Tierversuche und Tierrechte informieren und selbstverständlich einiges an veganem Essen verdrücken.
Mit einem eigenen Stand mit dabei waren auch Aktivist_innen von Mastanlagen Widerstand.

MaWi Stand Leipzig

Neben Informationen gab es am Stand auch die noch recht neuen, selbst siebgedruckten Taschen und T-Shirts

Wir versuchten an dem Infostand das Projekt über den süddeutschen Raum hinaus vorzustellen und bekannt zu machen, Menschen für das Projekt zu interessieren und aufzuzeigen, wie wichtig und praktikabel es ist, sich aktiv gegen (Wiesenhof-)Mastanlagen zu engagieren.
Dabei hatten wir viele schöne und konstruktive (Streit-)Gespräche, es wurden viele Postkarten an Mastanlagenbetreiber_innen versendet, Flyer verteilt und unser Mailverteiler wuchs beachtlich.

Neben dem erfolgreichen Infostand hatten wir auch die Chance, eine Rede auf der Bühne zu halten, bei der wir näher auf unsere Vorhaben eingehen konnten.

Kurz gesagt: Wir waren sehr zufrieden mit der uns entgegengebrachten Anerkennung, den Anregungen und auch ein wenig Kritik. Wir hoffen, dass einige unserem Aufruf „Genießt das vegane Straßenfest heute und werdet morgen aktiv“ gefolgt sind oder noch folgen werden, um den Widerstand gegen die Tierausbeutung überall zu verstärken!