Archiv für August 2013

Fiese Tricks der Polizei

Mastanlagen Widerstand erreichte vor kurzem folgende Mail:

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 28.07.2013 erstattete Herr Christoph Schmid Strafanzeige, da neben seinem landwirtschaftlichen Hof in Bliensbach in der Nacht vom 25.08. auf den 26.08.2013 ein Transparent mit der Aufschrift “Schmid vergiftet die Kinder” aufgehängt wurde. Hr. Schmid plant den Bau eines Geflügelmaststalles.

Nachdem sie sich in ihrem Internetauftritt zu dieser Aktion bekennen, bitte ich sie mir die Namen und Adressen der in Bliensbach tätigen Aktivisten zu nennen. Als Zeuge im Strafverfahren sind sie verpflichtet diesbezügliche Auskünfte zu erteilen.

Mit freundlichen Grüßen

Friedrich N.
Polizeihauptkommissar

Da dem Herrn Polizeihauptkommissar wohl der Bezug zur aktuellen Gesetzeslage abhanden gekommen ist möchten wir zunächst aus der Strafprozessordnung § 163 Kommentar 37 C.H. Beck zitieren:
“Aber der Zeuge kann nicht zum Erscheinen bei der Polizei und erst recht nicht zur Aussage bei dieser gezwungen werden.“ (Zitat § 163 Kommentar 37 C.H. Beck)
Daher unsere Antwort:
Nö is nicht! Wir verweigern die Aussage.
Und an dieser Stelle noch mal der Aufruf an alle: Lasst euch nicht von unzureichenden oder lückenhaft formulierten polizeilichen Rechtsbelehrungen in die Irre treiben. Bei der Polizei muss keine*r Aussagen machen und hingehen bzw. Vorladungstermine absagen auch nicht.
Aussagen verweigern! Polizeiwillkür entgegentreten!

Nächtliche Transparentaktion von MASTANLAGEN WIDERSTAND gegen geplante Neubauten von Wiesenhof


In der Nacht von Sonntag (25.8.) auf Montag (26.8.) positionierten Aktivist*innen von MASTANLAGEN WIDERSTAND entlang den Hauptstraßen von Ziertheim und Bliensbach an Bäumen und Laternenmästen Transparente und Plakate.
Mit großflächig präsentierten Sprüchen wie „Tierausbeutung stoppen“ oder „Mastanlagen? Widerstand!“ und mit Postern, auf denen die elenden Zustände von Masthühnern abgebildet sind, wollen wir uns zum einen mit den Anwohner*innenprotesten solidarisieren und zum anderen auf den geplanten Bau von Hühnermastanlagen aufmerksam machen, die als Zulieferbetriebe für das System Wiesenhof fungieren sollen.

Über den Hauptstraßen der beiden Orte wurde jeweils ein 6m x 1,5m großes Spruchband gespannt. Die zentralen Aussagen auf diesen lauteten „Mastanlagen? Widerstand!“ und „Tierausbeutung stoppen!“.
Zusätzlich wurden Transparente mit Größen von etwa 1,50m x 2m an Laternenmasten befestigt, auf denen Sprüche wie „Mastanlagen an den Kragen“ zu lesen sind.
Die Aktion wurde komplettiert durch zahlreiche Plakate in A4 und A3, die (mit veganem Kleister) an öffentlichen Wänden angebracht wurden. Auf den Plakaten sind aussagekräftige Aufnahmen aus der tierquälerischen Massentierhaltung zu sehen, über denen Aussagen wie „Auch bald in Ihrer Nähe? Widerstand organisieren!“ stehen.

Der Konzern steht seit Jahren wegen unhaltbarer Zustände in der Kritik, Dokumentationen und Recherchen legen Missstände von Tierquälerei bis zur schamlosen Ausbeutung eigener Mitarbeiter*innen offen.

Im Landkreis Dillingen sollen nun knapp 100.000 neue Mastplätze für Wiesenhof entstehen. Mastplätze, die nicht nur Luft und Grundwasser belasten, sondern auch zur Gewinnmaximierung eines Konzerns beitragen würden, der die Zerstörung von Leben auf professionellster Ebene betreibt.

Weitere Anlagen von Wiesenhof müssen mit allen Kräften verhindert werden.
MASTANLAGEN WIDERSTAND setzt sich daher für den Stopp des Genehmigungsverfahrens der Hühnermastanlagen im Landkreis Dillingen ein, um auf das langfristige Ziel der Abwendung von Tierausbeutung hinzuarbeiten.

Menschen und Tiere sind kein Kapital!

Transparent über der Hauptstraße von Bliensbach

In einer nächtlichen Aktion von Samstag auf Sonntag platzierten Kletteraktivist*Innen von MASTANLAGEN WIDERSTAND am vergangenen Wochenende ein Transparent über der Hauptstraße von Bliensbach.

Mit der Aktion thematisieren wir den geplanten Neubau einer Wiesenhof-Mastanlage, in der zukünftig 60.000 Hühner dahinvegetieren sollen.
Mit dem Transparent „Keine Hühnermast weder in Bliensbach noch anderswo! Stoppt den systematischen Massenmord!“
fordern wir den sofortigen Stopp des Genehmigungsverfahrens und solidarisieren uns mit dem lokalen Anwohner*Innenprotest.
Selbst die Gemeinde kann sich mit dem Vorhaben nicht anfreunden und hat den Bau der Anlage bereits mehrfach abgelehnt. Grund hierfür könnte unter anderem sein, dass eine nicht hinnehmbare Geruchsbelastung des örtlichen Schullandheimes entstehen würde.

Warum eine Mastanlage für den Geflügelkonzern Wiesenhof gebaut werden soll, der bereits für unhaltbare Zustände bekannt ist, bleibt uns schleierhaft.
Das Bauvorhaben verdeutlicht erneut, dass wirtschaftliche Interessen eindeutig über das Mitbestimmungsrecht der Anwohner*Innen gestellt werden. Dies ist keineswegs ein Einzellfall sondern auf viele andere gesellschaftliche Bereiche übertragbar.

Zudem ist es in keinster Weise hinnehmbar, fühlende Lebewesen aus reiner Profitgier unter derart grausamen Bedingungen zu halten.

Menschen und Tiere sind kein Kapital !